In unserer materiell orientierten Welt wird gern vergessen, daß WEIBLICH oder MÄNNLICH nicht in erster Linie ein körperlicher Aspekt ist, sondern ganz wesentlich ein ENERGETISCHER.

Diese Weisheit der Dualität kommt im YinYang zum Ausdruck: jedes trägt den Kern des Anderen in sich. Wir selbst tragen also immer beide Energien in uns. Ob wir uns selbst männlich oder weiblich empfinden, hängt von der Intensität unserer inneren Energien ab, ob wir sie zulassen und vielleicht auch stärken.
Wir können einem Mann begegnen, und ihn männlich oder unmännlich (weiblich) empfinden, genauso eine Frau als weiblich oder unweiblich (männlich): wir nehmen dabei unbewußt die Energie-Ausstrahlung des Gegenübers wahr. Die visuellen körperlichen Merkmale sind dabei gar nicht final entscheidend.
Unsere eigenen individuellen männlichen und weiblichen Energieanteile sind unterschiedlich und auch nicht durch alle Lebensphasen gleich stark ausgeprägt.
Als Frau wechseln Erfahrungen stärkerer, männlicherer Energie mit Phasen ausgeprägter Weiblichkeit. Als Mann wechseln Erfahrungen zarter, weiblicher Energie mit Phasen ausgeprägter Männlichkeit. Energien ist nicht statisch, sondern in ihrer Polarität beständig im Fluß.
Wenn wir uns stattdessen intensiver auf das bewußte Er-Leben unserer inneren Energien besinnen würden, wäre der materielle körperliche Augenschein viel weniger wichtig.
Der Begriff der „Diversität“ ist ein künstliches Konstrukt, das uns von unserer natürlichen energetischen Dualität entfremdet: wir sollen uns entscheiden.



In unserer Zivilisation wird das intensive Eintauchen in das Spektrum unserer Yin-Yang-Energien stark behindert. Weder der Ausdruck extrem männlicher (aggressiver), noch das Ausleben zutiefst weiblicher (mütterlicher) Energie stößt gesellschaftlich auf allgemeine Toleranz.
Stattdessen wird uns nun suggeriert, unsere geschlechtliche Identität sei äußerlich manifestierbar und herbei-operierbar………unter schweren Eingriffen in unsere körperliche Unversehrtheit mit lebenslanger Hormontherapie.
Je mehr aber unsere natürlichen gesellschaftlichen Pole männlich/weiblich ineinander verschwimmen, desto weniger sind wir in der Lage, die mentale Erfahrungen unserer inneren dualen Lebensenergie auszuloten. Bei vielen Menschen hinterläßt dies ein Gefühl diffuser Leere, innerer Unsicherheit und unterschwelliger Aggression.
Die aktuelle Debatte um die Alles vermischende Gender- und Trans-Sexualität, die Fixierung auf die rein materiellen, körperlichen Attribute von Sexualität spiegelt im Grunde eine oberfläche, infantile, orientierungslose Gesellschaft. Dies empfinde ich als großen Verlust.
Immerhin bedeutet eine ursprüngliche, erst einmal selbstverständlich angemommene Identiät auch ein sicheres Fundament für die Entwicklung unserer individuellen, geschlechts-übergeordneten Persönlichkeit.
Sind unsere jungen Leute nicht schon allein von den unendlichen beruflichen Wahlmöglichkeiten überfordert? Reicht es nicht, erst einmal die eigenen Talente zu erforschen um herauszufinden, was ein Sinn-erfülltes Leben versprechen könnte?
Muß man wirklich in der ohnehin schwierigen Phase des Übergangs zum Erwachsenen auch noch mit der Infragestellung der eigenen sexuellen Identität zurechtkommen? Kann man nicht frei von äußeren Einflüssen den eigenen Weg finden, aus der vermittelten Sicherheit, einfach so „richtig“ zu sein, wie man geboren ist?

Für kleine Kinder steht ihre körperliche Entwicklung erst gar nicht im Vordergrund ihres bewußten Erlebens. Sobald sie ihre motorische Selbstständigkeit erreicht haben, leben Kinder viel mehr in ihrer mentalen Phantasiewelt, was für ihre Gehirnentwicklung absolut grundlegend ist. Ich finde, sie sollten dabei in Ruhe gelassen werden.
Ein Kind ist einfach ein Kind, es braucht einen geschützten Raum um sich geistig gesund zu entwickeln. Die kindliche Erfahrungswelt muß sich weitgehend frei von Vorstellungen aus der Erwachsenenwelt entfalten können. Ganz besonders müssen Kinder vor den Projektionen Erwachsener geschützt werden!
Die kindliche Welt ist eine Spielwelt, in der ihre kindliche Energie frei ist, jede Rolle spielerisch zu erproben……..und wir sollten ihnen die materielle, sexualorientierte erwachsene Vorstellungswelt dabei niemals aufdrängen.


