Am Mittwoch Abend war dieBasis Freising mit zur Fishbowl des KJR Freising geladen, und als potenzieller Neuzugang der Landes-Politik war es für mich ein spannendes Erlebnis. Vielen Dank an die großartigen Veranstalter!

Mit 52 Jahren bin ich dort eher im konservativen Lager verortet und somit das gefühlt perfekte Feindbild der progressiven LGBTQ Bewegung. Als Solches zu diesem exclusiven Thema überhaupt irgendeine Meinung zu äußern wird praktisch schon als Affront gewertet, und mir wird mit einiger Überheblichkeit deshalb ein Kurs in „Queerness“ an der VHS Moosburg angeraten ;-))
Leider war die Redezeit stark begrenzt, weshalb ich zumindest an dieser Stelle klarstellen möchte, daß ich mich aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung sehr wohl für kompetent und berechtigt halte, zur Causa eine Meinung zu vertreten.
In meiner Generation gehöre ich zu den vermutlich eher seltenen Exemplaren, die in einer Familie mit homosexuellem Elternteil aufgewachsen sind……inclusive Familienerweiterung durch neue Lebensabschnittsgefährten.
Meine Eltern, ihr Freundeskreis, die Belegschaft…….alle haben die anfangs schwierige Situaion meiner Eltern mit schlichter, natürlicher Menschlichkeit gemeistert und wir Kinder konnten dadurch die Normalität einer erweiterten Familie als Bereicherung erleben………….trotz der nachfolgenden schweren HIV-Erkrankung meines Vaters. Wichtig war, beide Eltern und eine liebevolle Familie zu haben.
Es steht für mich daher völlig außer Frage, daß Toleranz gegenüber nahezu jeder möglichen Lebensform normal und selbstverständlich ist.
Eher bin ich erstaunt, daß einige Menschen erst mit 40 Jahren Verspätung diese Selbstverständlichkeit für sich entdecken und ihre neu empfundene Wokeness kommerziell oder politisch auschlachten.
Ich glaube persönlich nicht, daß die Kommerzialisierung und Politisierung von LGBTQ oder der Genderismus der Bewegung nutzt, sondern im Gegenteil früher oder später zu neuen Ressentiments in einer überforderten Bevölkerung führt. Die Gesellschaft ist immer sehr tolerant, solange sie sich nicht bedrängt, belästigt und gegängelt fühlt.
Und hier endet die Toleranz:
Die Bewegung muß sich in folgendem Bereich genauso klar abgrenzen, wie von Andere vom Rechtsextremismus:
Aus folgenden Gründen erachte ich eine staatlich erzwungene Frühaufklärung und -sexualisierung von Kindern für grundsätzlih falsch:
Die unerwünschte Konfrontation mit dem Sexualleben anderer Menschen gilt gemeinhin als Tatbestand sexueller Belästigung.
Ein erwachsener Mensch kann artikulieren, wann er sich sexuell belästigt fühlt, ein Kind kann das nicht.
Schlimmer, es wird durch die autoritative Situation gegenüber Erziehern und der Gruppe konditioniert, die eigene Wahrnehmung für Grenzüberschreitungen zu unterdrücken. Dadurch entsteht ein Einfallstor für emotionalen und auch sexuellen Mißbrauch.
Es gibt keine Option für die Kinder, der Konfrontaion von Vornherein zu entgehen. Niemand kann garantieren, daß beteiligte Erwachsene dabei keine Stimulation empfinden, alles andere ist bereits Mißbrauch.


Es ist eine biologische Tatsache, daß sich Kinder unterschiedlich entwickeln und auch unterschiedlich reifen. Somit wäre es beim bestehenden politischen Ansatz unvermeidlich, daß etliche Kinder mit Dingen konfrontiert würden, für die sie noch keine ausreichende seelische Reife entwickelt haben.
Es ist Grundsatz des Bildungskonzepts der Partei dieBasis, sowie auch Stand der psychologischen Forschung, daß die intrinsische Motivation entscheidend für jeden Lernantrieb zur Weiterentwicklung ist. Der eigene innere Wunsch des Lernenden ist Voraussetzung für Aufnahmebereitschaft und nachhaltigen Lernerfolg oder Reifeprozess.
Ich appelliere an alle Eltern, ihre Kinder bei Bedarf aktiv vor derartigen Situationen zu schützen. Sprechen Sie mit Ihrer Einrichtung und anderen Eltern. Vermitteln Sie ihrem Kind, der eigenen Wahrnehmung zu trauen und sich zu wehren.

Angesichts der immer häufiger veröffentlichten Problematik von Kindesmißbrauch und Kinderhandel ist die Gesellschaft gemeinschaftlich gefordert, durch verantwortungsvollen Umgang auch die ursprüngliche Bewegung des LGBTQ vor kindeswohlgefährdenen Kräften zu schützen, denn die Toleranz endet, wo Kinderschutz beginnt.


Eltern müssen für den Schutz ihrer Kinder offensiv einstehen und von einer Politik, die Wokeness als PR benutzt, eine deutliche Abgrenzung fordern. Dies ist unsere ureigenste elterliche Aufgabe.


